
Schneller, höher, mehr. Die Welt greift nach Tempo. Der Wein lässt sich Zeit.
Reben brauchen Jahre, bis sie tragen. Böden wollen gepflegt, Biodiversität für kommende Generationen erhalten werden. Und auch Vertrauen wächst nicht über Nacht. Nachhaltigkeit bedeutet für uns deshalb auch, langfristig zu denken: im eigenen Weinberg genauso wie bei der Wahl der WinzerInnen, mit denen wir zusammenarbeiten.
Auf unserem piccolo paradiso Vallocaia in der Toskana tragen wir diese Verantwortung selbst. Mindestens die Hälfte unserer Weinberge und Olivenhaine ist begrünt. Das schützt vor Erosion und fördert die Fruchtbarkeit des Bodens. Seit 2008 verwenden wir ausschliesslich leichtere 500-Gramm-Flaschen, um CO₂ bei Produktion und Transport einzusparen. Eine Photovoltaikanlage deckt tagsüber den gesamten Energiebedarf des Weinkellers.
Der eigene Weinbau zeigt uns, wie viele Schritte nötig sind und dass Veränderung Zeit braucht. Umso wichtiger sind für uns ProduzentInnen, die diesen Weg seit Jahrzehnten gehen.
Pioniergeist
Einer davon ist Alois Lageder. Das Südtiroler Familienweingut gehörte früh zu den Vorreitern des biodynamischen Weinbaus und setzte diesen Ansatz nach und nach auch in den eigenen Weinbergen um.
Gemeinsam mit seinen WinzerpartnerInnen tüftelte Lageder daran, auf biologischen oder biodynamischen Anbau umzustellen. Seit 2024 werden sämtliche Rebflächen entsprechend bewirtschaftet.
13 Jahre für eine Umstellung. Ein Mass dafür, wie viel Zeit echter Wandel braucht.
Familie Lageder
In Generationen denken
Seit 70 Jahren arbeiten Bindella und Antinori zusammen. Mittlerweile ist diese Zusammenarbeit fest in den Familien beider Häuser verankert.
Bei Antinori selbst beginnt diese Geschichte noch viel früher. Über 26 Generationen und rund 640 Jahre hinweg widmet sich die florentinische Familie dem Weinbau. Alessia Antinori beschreibt gegenüber der Financial Times den Anspruch, dass jede Generation etwas Eigenes beitragen soll.
Bewahren und weiterentwickeln schliessen sich nicht aus.
Albiera, Allegra und Alessia (v. l. n. r.) mit ihrem
Vater Marchese Piero Antinori
Antinori CEO Renzo Cotarella und Rudi Bindella sen.
Wenn Vertrauen Wurzeln schlägt
Was aus einer langjährigen Verbindung entstehen kann, zeigt Tasca d’Almerita auf Sizilien. Der Etna Rosso Contrada Pianodario ist längst Teil unseres Sortiments. Von ihm entstehen lediglich 4 500 Flaschen, die künftig 20 ausgewählten internationalen PartnerInnen vorbehalten sind.
Bindella gehört zu diesem kleinen Kreis. Innerhalb der Contrada ist sogar ein definierter Teil des Weinbergs für uns reserviert. Tasca pflegt und bewirtschaftet diese Reben mit Blick auf die kommenden Jahrgänge. Ein exklusives Private Label macht die Verbindung auch auf der Flasche sichtbar.
Eine eigene Parzelle am Fusse des Etna. Sie steht für eine Freundschaft, die gepflegt wird wie die Rebe selbst und mit der Zeit weiterwächst.
Vielleicht liegt genau darin die Kraft langfristiger Projekte: gemeinsam etwas aufzubauen, das bleibt.